Bemerkung

Die Aegineten in Berlin

* Die Skulpturen des Aphaia-Tempels auf der Insel Aegina wurden 1811 entdeckt; sie sind seit 1827 kostbarer Besitz der Münchner Glyptothek. 1995 kamen seit mehr als hundert Jahren vergessene Zeichnungen dieser Statuen bzw. von deren Bruchstücken bei den Staatlichen Museen zu Berlin wieder zutage. Diese Zeichnungen, größtenteils von der Hand Carl Hallers von Hallerstein, waren dessen Arbeitsmaterial bei der Zusammensetzung der Statuenfragmente und der Rekonstruktion der Statuengruppen in den beiden Giebeln des Tempels. Ein Arbeitsmaterial, das seinen Zweck zum Teil auf einem hohen künstlerischen Niveau erfüllte. Die insgesamt 91 Zeichnungen werden hier katalogisiert, aus dem Kontext der Entdeckungsgeschichte werden Datierung und Zweck bestimmt und der bisher weitgehend im Dunkel liegende Weg des Zeichnungen-Konvoluts nach Berlin so weit möglich aufgeklärt. Die abschließende Darstellung nach den Quellen bis 1830 gilt der Beurteilung und deren Voraussetzungen dieser für das klassizistisch geprägte frühe 19. Jahrhundert ungewöhnlichen Antiken. - Das Konvolut befindet sich jetzt in der Kunstbibliothek, Sammlung der Zeichnungen.